Der VID hat gestern zum X. Kapitel des EU-Kommissionsvorschlags für ein 28. Regime Stellung genommen. Kapitel X regelt die Abwicklung insolventer EU Inc.-Gesellschaften, bei denen es sich um innovative Start-ups handelt. Grundsätzlich begrüßt der VID das Konzept des 28. Regimes. Es eröffnet Harmonisierungschancen, die durch bloße Angleichung nationaler Rechte allenfalls langfristig erreichbar wären.
Doch praxisuntaugliche und lückenhafte Regelungen untergraben das Ziel, Investitionsanreize und Planungssicherheit zu schaffen und gefährden damit Relevanz und Reputation des geplanten Regimes.
Die beabsichtigte Förderung der Finanzierung innovativer und damit kapitalintensiver #Startups wird mit dem aktuellen Vorschlag eher erschwert.
Namentlich konterkarieren fehlende transparente Exit-Regelungen für den Insolvenzfall die Venture-Capital-Finanzierung als unverzichtbare Quelle für innovative Start-ups.
Die Einzelkritik an Kapitel X können Sie hier nachlesen: https://www.vid.de/stellungnahmen/28-regime-verordnungsvorschlag-der-eu-kommission/
Ist ein in sich geschlossenes Insolvenzregime derzeit nicht realisierbar, sollte nach Ansicht des VID das 28. Regime zurückgestellt, jedenfalls aber Kapitel X vollständig gestrichen werden.
Es greift konzeptlos auf Versatzstücke des zu Recht gestrichenen Titels VI der Harmonisierungsrichtlinie zurück und verfehlt inhärente Stimmigkeit und Praxistauglichkeit.
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Die VID-Mitgliedertagung 2021 fand am 7. Mai im virtuellen Format statt. Die Veranstaltung war nur den VID-Mitgliedern vorbehalten.
Am Vor- und Nachmittag fand ein Fachprogramm mit Vorträgen und Diskussionsrunden statt. Die ordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes wurde im Anschluss ab 16:00 Uhr durchgeführt.
Das Fachprogramm der Tagung orientierte sich an den jüngst verabschiedeten Gesetzen und den ersten Erfahrungen in der Praxis. Auch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft war ein Schwerpunkt dieser Fachtagung.
9:45-10:45 Uhr „Erste Erfahrungen mit dem StaRUG“
Sylvia Fiebig, White & Case LLP, Hamburg
11:00-12:00 Uhr „Aktuelles Vergütungsrecht“
Dr. Jürgen Blersch, BGP Blersch Goetsch Partner, Wiesbaden
13:00-14:00 Uhr „Berufsrecht und die Zukunft der Vorauswahl“ RiAG Dr. habil. Gunter Deppenkemper, Mannheim, im Gespräch mit Dr. Christoph Niering
14:30-15:30 Uhr – Diskussionsrunde: „Wie gelingt der Ausstieg aus der Coronawirtschaft“
Moderation: Michael Bremen, PLUTA Rechtsanwalts GmbH, Düsseldorf
Dr. Frank Girotto, PwC Germany, München
Dr. Andreas Bley, Chefvolkswirt des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Berlin
Dr. Manuela Rottmann, MdB (Grüne), Berlin