Der Verband

Mit seinen Vorgängerorganisationen kann der im Jahr 2004 gegründete Verband auf eine jahrzehntelange Geschichte zurückblicken. Bereits in den 1970er Jahren trafen sich professionelle Insolvenzverwalter zu einem gemeinsamen und regelmäßigen Erfahrungsaustausch. Somit konnte man schon sehr frühzeitig auf die verschiedenen Gesetzesinitiativen und insbesondere auch auf die seit dem 1. Januar 1999 in Kraft getretene Insolvenzordnung Einfluss nehmen.

Stand in früheren Jahren zunächst der Erfahrungsaustausch im Vordergrund der Verbandsarbeit, ist mit der Einführung der Insolvenzordnung zunehmend auch die Vermittlung berufsspezifischer Themen in der Öffentlichkeit und die Interessensvertretung gegenüber Gesetzgebern, Ministerien und Justiz hinzugetreten. Die Anerkennung des Insolvenzverwalterberufs als eigenständiger Beruf durch das Bundesverfassungsgericht (2004) hat die berufliche Tätigkeit von Insolvenzverwaltern ausdrücklich unter den Schutz des Artikel 12 GG gestellt und damit eine langjährige Entwicklung zur Professionalisierung der Insolvenzverwaltertätigkeit auch rechtlich anerkannt.

Die mehr als 470 Mitglieder des VID haben sich zum Ziel gesetzt, weit über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinaus für eine unabhängige, transparente und qualitativ anspruchsvolle Insolvenzverwaltung Sorge zu tragen.
Diese Zielsetzung findet ihre Verankerung in der bindenden Verpflichtung aller Mitglieder zur Zertifizierung nach der ISO:9001 und vor allem in der Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung (GOI).

Die vom VID gesetzten Qualitätsstandards und die Bemühungen um eine sanierungsorientierte Insolvenzverwaltung sollen dazu beitragen, die Akzeptanz des Insolvenzverfahrens in der Öffentlichkeit und bei allen Beteiligten zu steigern. Daher bringen wir uns regelmäßig in die öffentliche Diskussion zur Fortentwicklung des Insolvenzsanierungs- und Insolvenzrechts ein und sind auch häufig als sachverständige Gesprächspartner auf Bundes- und Landesebene gefragt. Dabei ist nur konsequent, dass sich auf Einladung des VID mehr als 20 Verbände im Oktober 2011 auf die Berliner Erklärung zur Sanierung und Insolvenz verständigt haben. Erstmalig konnten somit nicht nur die unmittelbar am Insolvenzgeschehen beteiligten Kreise, sondern vor allem auch Verbände der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und auch der Sozialversicherungsträger für die Zusammenarbeit zur Förderung eines sanierungsorientierten Insolvenzverfahrens an einen Tisch gebracht werden.

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