Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die
Förderung einer sanierungsorientierten Insolvenzverwaltung.

 

 

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Der VID hat gestern zum X. Kapitel des EU-Kommissionsvorschlags für ein 28. Regime Stellung genommen. Kapitel X regelt die Abwicklung insolventer EU Inc.-Gesellschaften, bei denen es sich um innovative Start-ups handelt. Grundsätzlich begrüßt der VID das Konzept des 28. Regimes. Es eröffnet Harmonisierungschancen, die durch bloße Angleichung nationaler Rechte allenfalls langfristig erreichbar wären.
Doch praxisuntaugliche und lückenhafte Regelungen untergraben das Ziel, Investitionsanreize und Planungssicherheit zu schaffen und gefährden damit Relevanz und Reputation des geplanten Regimes.
Die beabsichtigte Förderung der Finanzierung innovativer und damit kapitalintensiver #Startups wird mit dem aktuellen Vorschlag eher erschwert.
Namentlich konterkarieren fehlende transparente Exit-Regelungen für den Insolvenzfall die Venture-Capital-Finanzierung als unverzichtbare Quelle für innovative Start-ups.
Die Einzelkritik an Kapitel X können Sie hier nachlesen: https://www.vid.de/stellungnahmen/28-regime-verordnungsvorschlag-der-eu-kommission/
Ist ein in sich geschlossenes Insolvenzregime derzeit nicht realisierbar, sollte nach Ansicht des VID das 28. Regime zurückgestellt, jedenfalls aber Kapitel X vollständig gestrichen werden.
Es greift konzeptlos auf Versatzstücke des zu Recht gestrichenen Titels VI der Harmonisierungsrichtlinie zurück und verfehlt inhärente Stimmigkeit und Praxistauglichkeit.

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Beitrag Pressemitteilung:

19.12.2024

Insolvenzen 2025: Anstieg, ja – Dramatische Entwicklung, nein!

Die Unternehmensinsolvenzen sind im November gestiegen. Erste Prognosen für das Jahr 2024 gehen von 22.400 Unternehmensinsolvenzen* aus. Es wird medienwirksam für das Jahr 2025 ein düsteres Bild der Unternehmensinsolvenzen aufgezeigt, eine Einschätzung, die der Berufsverband der Insolvenzverwalter nicht teilt. Einen weiteren Anstieg wird es auch 2025 geben. Von den Rekordzahlen der Jahre 2004 und 2009 ist man aber noch sehr weit entfernt.

Mit heutiger Pressemitteilung** veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Insolvenzzahlen und berichtet über die Entwicklung des zurückliegenden Monats November 2024. Für den zurückliegenden Monat November weist die amtliche Statistik nach vorläufigen Angaben einen Anstieg um 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Im Vergleich zum Oktober 2024 ist allerdings ein Rückgang von 6,4 Prozent zu verzeichnen.

Die Insolvenzzahlen sind erneut gestiegen. Aber es besteht kein Anlass, daraus eine dramatische Entwicklung abzuleiten. Von den Rekordjahren 2004 und 2009 mit in der Spitze 39.213 Unternehmensinsolvenzen werden wir auch im Jahr 2025 sehr weit entfernt sein“, sagt Dr. Christoph Niering, Insolvenzverwalter und Vorsitzender des Berufsverbandes der Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID).

Trotz einer schwierigen Wirtschaftslage ist auch der Arbeitsmarkt heute völlig anders als während dieser vergangenen Krisenphasen. Aktuell verlassen wesentlich mehr Menschen den Arbeitsmarkt aus Altersgründen als 2004 oder 2009 und dämpfen damit die sozialen Auswirkungen von Massenentlassungen und Insolvenzen“, so Niering.

Quellen:

* Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2024

** Beantragte Regelinsolvenzen im November 2024: +12,6 % zum Vorjahresmonat

** Aktuelle Zahlen und Fakten zum Insolvenzgeschehen, © Verband Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID)/Dezember 2024

***Grafik des VID: Entwicklung der Unternehmensinsolvenzzahlen (IN-Verfahren), © Verband Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID)/Dezember 2024, Grafik kostenfrei nutzbar

Nicht alle beantragten Insolvenzverfahren werden auch eröffnet. In der Regel liegt die Eröffnungsquote bei ca. 60 Prozent. Voraussetzung einer Eröffnung ist ein Eröffnungsgrund sowie die voraussichtliche Deckung der Verfahrenskosten.

 

Über den VID:

Der Verband Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands ist der Berufsverband der in Deutschland tätigen Insolvenzverwalter und Sachwalter. Mit mehr als 470 Mitgliedern vertritt er die überwiegende Mehrheit dieser Berufsgruppe. Mitglieder verpflichten sich zu „Grundsätzen ordnungsgemäßer Insolvenz- und Eigenverwaltung“ und zur Zertifizierung nach ISO:9001. Der Verband hat damit Maßstäbe für eine unabhängige, transparente und qualitativ anspruchsvolle Insolvenzverwaltung gesetzt.

 

Kontakt:
Manuela Doss, Pressereferentin
Fon: 030 20 45 55 25
E-Mail: presse@vid.de
www.vid.de

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